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Das kirchliche Leben in der Dorfgemeinschaft

Die Pfarrkirche

St. Bonifatius Kirche
Pfarrkirche in 2014 (1)
Pfarrkirche in 2014 (2)
Altarraum nach der Renovierung
Taufbecken in der Mitte der Kirche

Benstrup (hh) – Die katholische Kirche St. Bonifatius Benstrup muss umfassend renoviert werden. Diese Tatsache war der Anlass für eine sehr gut besuchte Pfarrversammlung, zu der vom Kirchenausschuss und Pfarrgemeinderat in das Pfarrheim eingeladen worden war.
Zu Beginn der Versammlung begrüßte der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenausschusses, Martin Moorkamp, auch Pfarrer Karl-Heinz Wessels und Architekt Theo Dwertmann aus Cappeln.
In seinen einleitenden Worten wies er darauf hin, dass die letzte große Renovierung der Kirche in der Zeit von 1980 bis 1982 erfolgte. Heute, nach 25 Jahren, zeigten sich wieder erhebliche bauliche Mängel am Gotteshaus, die dringend behoben werden müssten.
Der mit den Renovierungsmaßnahmen beauftragte Architekt Theo Dwertmann, der bereits am Nachmittag in drei Führungen vielen Gemeindemitgliedern die baulichen Mängel und Schäden am Turm und Kirchenschiff vor Augen geführt hatte, erläuterte ausführlich sein Konzept zur Renovierung der Kirche, die in zwei Bauabschnitten erfolgen sollte.
Nach der Außensanierung müsse die Renovierung des Innenraumes folgen, bei der neben der Behebung von Baumängeln auch gestalterische Veränderungen vorzunehmen seien, die den heutigen Forderungen der Liturgie besser gerecht würden.
Dwertmann betonte, dass die denkmalgeschützte St.-Bonifatius-Kirche architektonisch und künstlerisch ein besonderes Bauwerk sei, das in den Jahren von 1921 bis 1922 nach den Plänen des Kirchenbauarchitekten Sunder-Plassmann aus Münster im neo-barocken Stil mit Jugendstil-Elementen errichtet worden sei. Die anstehende Renovierung müsse deshalb behutsam vorgenommen werden.
Kirchenprovisor Dr. Wolfgang Sieverding erläuterte an-schließend den Kostenrahmen sowie die Finanzierungsmöglichkeiten.

Allein die Außensanierung verursache Kosten in Höhe von etwa 260 000 Euro. Das Offizialat in Vechta habe für diese Maßnahme eine Investitionshilfe aus Diözesan-Kirchensteuermitteln in Höhe von insgesamt 169 000 Euro als Zuschuss gewährt. Für die Pfarrgemeinde verbliebe damit die stattliche Summe von 91000 Euro, erläuterte Dr. Sieverding. Die Substanz erhaltenden Maßnahmen bedeuteten also für alle Gemeindemitglieder ein erhebliches finanzielles Opfer.
Angesichts der Mühen der Gründer sei es aber ein notwendiges und lohnenswertes Opfer. Der Provisor erinnerte daran, dass der Bau der Kirche und die Gründung der Kirchengemeinde das Dorf grundlegend verändert hätten. Seitdem habe sich in enger Bindung an das Gotteshaus ein vielfältiges gesellschaftlich-kulturelles Leben entwickelt.
In der anschließenden Diskussion nahmen die Gemeindemitglieder zu einzelnen Renovierungsmaßnahmen Stellung, die von den Verantwortlichen aufgenommen wurden.
In mehreren Beiträgen wurde deutlich, dass auch heute noch, 84 Jahre nach ihrer Einweihung, die Kirche ein Mittelpunkt der dörflichen Gemeinschaft ist.
Deshalb solle man sich der Renovierung mit Mut und Zuversicht stellen und diese auch meistern. Die Pfarrversammlung endete mit dem Aufruf, in den folgenden Wochen die Sammel- und Spendenaktion der Mitglieder des Kirchenausschusses und Pfarrgemeinderates nach Kräften zu unterstützen.
Die Benstruper übernehmen damit große Anstrengungen, ihre kirchlichen Einrichtungen im Dorf zu erhalten. In den letzten Monaten war das jetzt nicht mehr genutzte Pfarrhaus mit sehr viel Eigenleistung und ebenfalls Spenden der Dorfgemeinschaft saniert worden.

Das Pfarrhaus

Pfarrhaus während der Renovierung
Pfarrhaus nach der Restraurirung in 2007
Pfarrhaus in 2014

Private Initiative von 45 Personen renoviert das 83 Jahre alte Pfarrhaus
Ein Haus von Benstrupern für Benstruper
Die strukturelle Krise und die damit verbundenen finanziellen Probleme der Kirche machten auch vor der Kapellengemeinde St.Bonifatius Benstrup nicht halt. Am 03.10.2007 wird sie mit den Kirchengemeinden Löningen, Evenkamp sowie Bunnen fusionieren und somit ihre Eigenständigkeit verlieren.
Um das Pfarrhaus für die Dorfgemeinschaft zu erhalten, gründeten 45 Benstruper, Steinrieder und Madlager eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, erwarben das Pfarrhaus und renovieren es.
Im Jahre 1923 wurde die St.Bonifatius Kirche Benstrup eingeweiht. Ein Jahr später wurde das Pfarrhaus fertig gestellt und der erste Geistliche, Kaplan Völkerding, zog ein. In den kommenden 60 Jahren 1984 lebten dort die jeweils für die Kapellengemeinde zuständigen Geistlichen. Nach dem Tod von Pfarrer Bruns war dessen Nachfolger Pfarrer Wessels sowohl für die Kirchengemeinde in Bunnen als auch in Benstrup zuständig; er nahm seinen Wohnsitz in Bunnen. Seitdem wurde das Gebäude insbesondere an jüngere Personen und Familien der Dorfgemeinschaft vermietet.
Zwischenzeitlich waren notwendige Renovierungen nur unzureichend vorgenommen worden; das Haus musste umfassend saniert werden.
Die verantwortlichen Gremien der Kirche und des Offizialats Vechta um Weihbischof Timmerevers zeigten mangels Bedarf wenig Interesse, das Gebäude zu erhalten. Sie trugen sich vielmehr mit der Absicht, das Gebäude abzureißen, um weitere Unterhaltungskosten zu vermeiden.
Da das Gebäude im Jahre 1924 nur durch die Eigenleistung und Spenden von Dorfbewohnern gebaut werden konnte, war die Mehrheit der Dorfgemeinschaft nicht bereit, dem Abriss tatenlos zuzusehen. „Unsere Vorfahren haben das Haus unter schwierigsten Bedingungen errichtet! Deswegen sind wir es ihnen schuldig, dieses Gebäude zu erhalten! Eine Kirche ohne Pfarrhaus ist nicht vorstellbar“ waren die vorherrschenden Argumente.
Nach zwei Dorfversammlungen gründeten 45 Personen des Dorfes die „Interessengemeinschaft Pfarrhaus Benstrup GbR“. Für den symbolischen Preis von einem Euro erwarb die Gesellschaft das Pfarrhaus. Wegen des Grundstücks wurde ein Erbbaupachtvertrag geschlossen.
Seit Juli 2006 wird das Haus nach den neuesten energiesparenden Anforderungen runderneuert. Außerdem wurde darauf geachtet, den dorfbildtypischen und ursprünglichen architektonischen Charakter des Hauses zu erhalten bzw. wieder herzustellen.
Die Bauleitung obliegt dem aus Josef Ameskamp, Ludger Baumann, Gerd Bertke, Peter Imbusch, Günther Moorkamp und Klaus Sandmann bestehenden Arbeitskreis.
Des weiteren wurde in Zusammenarbeit mit den kirchlichen Gremien und der Dorfgemeinschaft Benstup-Steinrieden-Madlage e.V. ein Konzept entwickelt, das Haus und das Grundstück harmonisch in das Dorfbild und das es umgebende kirchliche Umfeld einzufügen. Hierbei wurde die Gestaltung der Nachbargrundstücke auch unter Berücksichtigung der angestrebten Kirchenrenovierung aufeinander abgestimmt.

Das Pfarrheim

Pfarrheim in Benstrup
Pfarrheim in 2014

Eine gut funktionierende Gemeinde lebt auch von seinen vielfältigen Aktivitäten und Aufgaben. Um dafür einen geeigneten Rahmen zu schaffen, befasste man sich in den kirchlichen Gremien ab etwa Mitte der 80er Jahre mit der Planung und Errichtung eines neuen Pfarrheims. Der bisherige Gruppenraum beim Pfarrhaus war aufgrund seiner Lage und Größe für einen Umbau nicht geeignet und entsprach nicht mehr den Bedürfnissen unserer wachsenden Gemeinde.
Ein  zweckmäßig  gestaltetes  Gebäude  sollte  entstehen,  dass  zur Abrundung  des  Dorfmittelpunktes beitragen und den örtlichen Gruppen und Vereinen ausreichend Räumlichkeiten und Platz bieten sollte.
Ein  Bauausschuss  bestehend  aus  Bernhard  Moorkamp,  Franz-Josef  Wieborg,  Werner  Niemann, Dr. Wolfgang Sieverding, Mathilde Hemme, Ignatz Siemer und Klaus Sandmann wurde gegründet und das Architekturbüro Josef Karnbrock aus Löningen mit der Planung und Bauleitung beauftragt. Die Baukosten in Höhe von rund 400.000 DM trug man mit Hilfe von Zuschüssen des Bischöflichen Offizialats, der Stadt Löningen und des Landkreises Cloppenburg, aber auch durch Spenden und sehr viel Eigenleistungen der Dorfbewohner.
So konnten im Herbst 1987 die erforderlichen Erdarbeiten gegenüber der Kirche ausgeführt werden. Im darauffolgenden Frühjahr begannen dann die Maurerarbeiten. Unter  großer Anteilnahme  der  Dorfgemeinschaft fanden am 05. Mai 1988 sowohl die Grundsteinlegung  als  auch  das  Richtfest statt.  Der  Musikverein  unter  der  Leitung des  damaligen  Dirigenten  Gerhard  Hinners rahmte  die  Feierlichkeiten  musikalisch  ab.
Pfarrer  Karl-Heinz  Wessels  lobte  in  seiner Ansprache  nicht  nur  das  Engagement  der kirchlichen Gremien, sondern hob vor allem die große Hilfsbereitschaft der gesamten Gemeinde hervor. Durch das Opfern ihrer persönlichen  Freizeit  trugen  die  jugendlichen und erwachsenen Dorfbewohner in erheblichem Maße zur Reduzierung der Baukosten bei.
Bevor die Richtkrone feierlich auf den Dachfirst  gezogen  wurde,  verlas  Kirchenprovisor  Bernhard  Moorkamp eine  Urkunde,  die  man  im  Zuge  der Grundsteinlegung einmauerte. Aufgrund  der  zügig  voran  schreitenden  Arbeiten  war  es  bereits  am  25 September 1988 möglich, das neu errichtete  Pfarrheim  einzuweihen.  Pfarrer Karl-Heinz Wessels nahm die feierliche Segnung der neuen Räume vor.
Mitgestaltet wurde dieser bedeutende Tag vom Musikverein, dem Chor, durch den Kindergarten, der Mädchengruppe, der Landjugend und den Messdienern.
Im Zuge der Dorferneuerung wurden die Fußgängerzuwegung und der Eingangsbereich zum Pfarrheim in rot-braunem Klinker gepflastert. Sechs Linden und zwei breite Grünstreifen säumen den Fußweg. Zu beiden Seiten der Zuwegung entstanden jeweils acht Parkplätze. Zehn weitere legte man neben dem Pfarrheim an.
Im Erdgeschoss des Gebäudes befinden sich unter anderem ein Versammlungsraum und ein großer Saal, die sich je nach Bedarf durch eine flexible Tür miteinander verbinden oder trennen lassen. Der große Saal bietet zahlreichen Veranstaltungen, aber auch den wöchentlichen Übungsabenden unseres Gesangsvereins, einen angemessenen Rahmen.
Seit der Fertigstellung des Pfarrheims erhielt die St. Bonifatius Bücherei ebenfalls im unteren Stockwerk einen eigenen Raum.
Im Juni 2003 errichtete die KLJB in einer 72 - Stunden - Aktion hinter dem Pfarrheim eine Sitzgruppe.
Im Obergeschoss befindet sich, neben dem Landjugendraum und dem Archiv der Kirchengemeinde, seit Verkauf des Pfarrhauses im Jahr 2006 auch das Pfarrbüro.
Zudem wurde 2002 unter der Leitung von Franz-Josef Brunklaus für die Messdiener ein Raum eingerichtet.

Die Messdiener und Messdienerinnen

Messdiener, Gruppe aus 2008
Messdienergruppe Pfingstzeltlager 2014
Meßdienerzeltspende von der KLJB 2015

Das Wort Ministrant (auch Messdiener) wird aus dem Lateinischen ministrare (= dienen) abgeleitet und bezeichnet einen Altardiener. Um Messdiener zu werden, kann es von Kirchengemeinde zu Kirchengemeinde unterschiedliche Voraussetzungen geben. Überwiegend gilt aber grundsätzlich, dass die zukünftigen Ministranten / innen getauft sein und die erste hl. Kommunion empfangen haben müssen. Früher noch undenkbar, kann es sowohl männliche als auch weibliche Altardiener geben.
Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil, als der Priester noch die gesamte hl. Messe in Latein las und mit dem Gesicht zum Hochaltar feierte, mussten die Ministranten lateinisch beten können, denn sie antworteten dem Geistlichen damals stellvertretend für die Gemeinde.
Die Liturgiereform gab den Weg für grundlegende Änderungen im Gottesdienst frei. So wurde die Messe in der jeweiligen Landessprache gefeiert und nicht mehr in Latein. Der Priester zelebrierte den Gottesdienst mit Blick zur Gemeinde.
Für die Ministranten bedeutete dies zwar, kein Latein mehr, dennoch mussten sie auch nach dem II. Vatikanischen Konzil alle Gebete genau kennen und sich ihre Aufgaben während der Messe gut einprägen.
Das Ministrant - Sein beschränkte sich aber nicht nur auf die Aufgaben im Gottesdienst.
In Benstrup entwickelte sich eine große Gemeinschaft innerhalb der kirchlichen Jugendarbeit. Die Messdiener trafen sich in Gruppen, fuhren in Zeltlager und beteiligen sich an Aktionen und Veranstaltungen. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Jeden 1. Samstag im Monat finden die Gruppenstunden  der  Benstruper  Messdiener  und  Messdienerinnen  statt.  Hier  wird  der  Gemeinschaftssinn mit Gesprächen und Spielen gefördert. Außerdem werden zahlreiche Aktionen organisiert. So findet jährlich, neben dem Zeltlager, eine Ostereieraktion statt.
Neuaufnahme im Jahr 2016: Die neuaufgenommenen Kinder treffen sich jeden Montag um 18 Uhr zum Üben im Pfarrheim.

Die St. Bonifatius Bücherei

Öffentliche Büchereien haben den Auftrag, Medien zur Bildung, Information und Freizeitge-staltung anzubieten. Der Auftrag der katholischen Einrichtungen geht darüber hinaus. Unsere Medien geben Hilfe zur Orientierung in wichtigen Lebensfragen.
So beschreibt Gregor Lammers, Leiter der Fachstelle für Katholische Öffentliche Büchereien im Bistum Münster, deren Bedeutung. In unserem Bistum gab es im Jahr 2006 424 Katholische Öffentliche Büchereien. In diesen Büchereien arbeiteten im gleichen Jahr neben ca. 100 haupt- und nebenamtlichen, ca. 5.230 ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Gesamtzahl der Entleihungen für das gesamte Bistum Münster lag bei 5.125.174 Medien.
Eine Zahl, die im Vergleich zu den Vorjahren stetig gestiegen ist. Daraus ist erkennbar, dass die Büchereien, auch im Zeitalter des Internets, an Bedeutung und Akzeptanz nicht verloren haben.
Auch Benstrup ist ohne die Katholische Öffentliche Bücherei (KÖB) als Begegnungsstätte für Lesefreudige kaum vorstellbar. Unter Kaplan Büscherhoff wurde sie im Jahr 1942 mit 25 Mitgliedern gegründet.
Nach Angaben des Bistums Münster finanzierten sich die Büchereien seinerzeit durch Mitgliedsbeiträge. Im Jahr 1946 verfügte die Bücherei über einen Bestand von 100 Bänden, der aber mit den Jahren stetig aufgestockt wurde. So konnte unsere Bücherei beispielsweise im Jahr 1960, bei einem Bestand von 368 Büchern und 28 Mitgliedern, 492 Ausleihen verzeichnen.
Bis zum Umzug 1988, in einen eigenen Raum im gerade neu errichteten Pfarrheim, befand sich die Bibliothek im Gruppenraum neben dem Pfarrhaus.
Unter der damaligen Leiterin Marlies Seel fand die Neueröffnung der St. Bonifatius Bücherei im November 1988 statt.
2008 übergab Maria Vahrmann nach 10-jähriger Tätigkeit die Leitung an Marion Flerlage. Ihr derzeitiges Team besteht aus den Helferinnen und Helfern Thea Baumann, Florian Flerlage, Sabrina Flerlage, Miram Lampe und Verena Vahrmann.
Ca. 850 Medien, in Form von Bilderbüchern für Kinder von drei bis sechs Jahren, erste Lesebücher für Grundschüler, Kinder- u. Jugendliteratur, Bastelbücher, Sachliteratur für Erwachsene, Kassetten, CD´s und Spiele können zu den unten aufgeführten Öffnungszeiten ausgeliehen werden. Davon machen hauptsächlich Kinder und Jugendliche Gebrauch. Die Zahl der erwachsenen Nutzer ist in den letzten Jahren leider stark rückläufig. Zur Zeit werden jährlich ca. 550 Medien ausgeliehen.
Eine  gut  besuchte  Veranstaltung  ist  alljährlich im Herbst die Buchausstellung.  Sie bietet  für  alle  Bewohner die Gelegenheit, in angenehmer Atmosphäre für sich und andere noch passend zum Weihnachtsfest, neue und interessante Medien zu bestellen.
In jüngster Zeit stellen hier auch die Hobbykünstlerinnen Christa Bertke und Maria Janssen ihre Keramikarbeiten, sowie die Malerin Sabine Brack ihre Bilder aus.
Weiterhin bietet das Büchereiteam Vorlesestunden im Advent an. Zum 2000-jährigen Jubiläum des Bistums Münster veranstaltete man beispielsweise auch eine Bastel- und Vorlesestunde.

KÖB St. Bonifatius Benstrup
Sie finden die Bücherei im Pfarrheim an der Alten Heerstraße 31. Telefonisch ist die Bücherei zu den Öffnungszeiten unter der Telefonnummer 05432/ 2712 erreichbar.
Öffnungszeiten:

Donnerstags von 16:00 bis 17:00 Uhr
Sonntags      von 10:00 bis 11:00 Uhr

Das Kriegerdenkmal

„Ein Kriegerdenkmal soll vor allem an die Schrecken und Opfer vergangener Kriege erinnern. Gleichzeitig soll es heutige und zukünftige Generationen mahnen und ein sichtbares Zeichen der Abschreckung gegen Hass und Feindschaft darstellen.“ So erläuterte Professor Dr. Uwe Meiners die Bedeutung der Ehrenmäler in seinem Vortrag auf der Versammlung der Dörfer im Saal Wingbermühle im Mai 2007. Er plädierte für die Erhaltung von Kriegerdenkmälern auch in den Dörfern der Stadtgemeinde Löningen.
Über 55 Jahre zuvor, im Dezember 1951, fand - ebenfalls im Saal Wingbermühle - eine Versammlung zu einem ähnlichen Anlass statt: Die Dorfgemeinschaft Benstrup, Steinrieden und  Madlage  beriet  damals  über  die  Errichtung  eines  Ehrenmals  für  die  Gefallenen  und Vermissten der beiden Weltkriege.
Die Anwesenden,  darunter  auch  Kaplan  Büscherhoff,  einigten  sich  darauf,  die  Verwirklichung des Kriegerdenkmals der Anschaffung einer Orgel vorzuziehen.
Ein Ausschuss bestehend aus Hans Fröhle, Bernhard Janssen, Josef Möller, Wilhelm Post, Heinrich Rüwe und Paul Sieverding wurde gewählt.
Man beschloss, Entwürfe des Ehrenmals von einem Architekten anfertigen zu lassen.
Am 14. Januar 1952 bat Kaplan Büscherhoff das Offizialat Vechta schriftlich um die Genehmigung zur Errichtung eines Ehrenmales: „[…] Der Schützenverein und die Bauerschaften Benstrup und Steinrieden möchten auf einer Ecke des Friedhofs ein Kriegerdenkmal aufstellen und bitten um die Genehmigung des Bischöflichen Offizialates. Der Kirchenvorstand und Ausschuss ist einverstanden, wenn das Denkmal den Gegebenheiten des Friedhofs
sich einordnet.[…]“.
In einer weiteren Besprechung im August 1952 einigte man sich darauf, die Sammlung der erforderlichen Gelder - die Kosten beliefen sich seinerzeit auf ca. 5000 DM - bis zum April 1953 durchzuführen.
Am  26.  Februar  1953  übersandte  der  Oberregierungs-  und  Baurat  Schneider  dem Ausschussmitglied Josef Möller aus Steinrieden den Beratungsvorschlag der Staatshochbauverwaltung Oldenburg für das geplante Gefallenenehrenmal:„[…] In der Anlage übersende ich zwei Lichtpausen eines Beratungsvorschlages der Staatshochbauverwaltung für Anlage und Gestaltung des Gefallenen – Ehrenmals auf dem Friedhof in Benstrup.
Die Unterlage ist ausreichend für die Einholung der erforderlichen Kostenanschläge durch den örtlichen Denkmalausschuss. Die Kosten für die gärtnerische Gestaltung dürfen dabei nicht übersehen werden. Die vorhandenen Bäume müssten auf alle Fälle erhalten bleiben. Erfahrungsgemäß werden die Einzelheiten durch das Handwerk nicht immer mit der wünschenswerten Sorgfalt gestaltet. Zur Unterstützung bin ich bereit, dafür Einzelzeichnungen anzufertigen (schmiedeeiserne Gitter, Eingangstor, Altarplatte usw.). Von dem Steinmetzmeister müsste das Schriftbild der Kreuze vorher entworfen werden […]“.
Noch im gleichen Jahr wurde die Errichtung  des  Mahnmals  für  die  Gefallenen
und Vermissten beider Weltkriege abgeschlossen.
2007 wurden die fünf Kreuze von Bernhard Moorkamp und Willi Lüllmann gereinigt und aufgearbeitet.

Der Friedhof

Kreuzgruppe auf dem Friedhof
Altes Friedhofskreuz an der Kirchenmauer

Im Juni 1924 bat der Kapellenvorstand schriftlich beim Bischöflich Münsterschen Offizialat um die Genehmigung, den Platz in unmittelbarer Nähe der Kirche als Friedhof nutzen zu dürfen.
Der Kapellenbauverein hatte dies besagte Gründstück bereits früher erworben.
Man  legte  eine  polizeiliche  Genehmigung  zur Anlegung  des  Friedhofs  vom  Ministerium  des Innern und ein amtsärztliches Gutachten des Med. Rat Dr. Lübbers vor. Dieses Gutachten bescheinigte den „ (...) ausersehenen Platz in jeder Weise als Begräbnisplatz geeignet.“
Am 28. Oktober 1924 schrieb Kaplan Siemer an das Bischöfliche Offizialat Vechta: „[…] Betr.: Benediktion (Segnung, Weihe) des Friedhofskreuzes. Auf dem hiesigen Friedhof wird heute ein neues steinernes Friedhofskreuz errichtet. Da ich dieses Kreuz zugleich mit dem Friedhof gern feierlich einweihen möchte, bitte ich ergebenst um die dazu notwendige Vollmacht.[…]“.
Inszwischen wurden einige Veränderungen durchgeführt. So errichtete man in den siebziger Jahren eine Kreuzgruppe auf dem Friedhof. Die unterschiedlich hohen, schlichten Kreuze sind ein Symbol des Leidens und der Auferstehung. Das bisherige Kreuz fand auf der Außenwand des Chorraumes einen neuen Platz.
Am 28. Oktober 1924 schrieb Kaplan Siemer an das Bischöfliche Offizialat Vechta: „[…] Betr.: Benediktion (Segnung, Weihe) des Friedhofskreuzes. Auf dem hiesigen Friedhof wird heute ein neues steinernes Friedhofskreuz errichtet. Da ich dieses Kreuz zugleich mit dem Friedhof gern feierlich einweihen möchte, bitte ich ergebenst um die dazu notwendige Vollmacht.[…]“.
Inszwischen wurden einige Veränderungen durchgeführt. So errichtete man in den siebziger Jahren eine Kreuzgruppe auf dem Friedhof. Die unterschiedlich hohen, schlichten Kreuze sind ein Symbol des Leidens und der Auferstehung. Das bisherige Kreuz fand auf der Außenwand des Chorraumes einen neuen Platz.
Im Bereich des Mühlenweges wurde ein neuer Parkplatz angelegt. Da ab 2002 auf dem alten Friedhof keine weiteren Grabstellen mehr zur Verfügung gestellt werden konnten, wurde eine Erweiterung unumgänglich. Der Kirchenausschuss beschloss, das bisher als Ackerfläche genutzte angrenzende Grundstück umzugestalten und als Friedhof zu nutzen. Auf der ca. 2300 qm  großen  neuen  Fläche  können  etwa  75  Grabstellen  entstehen.  Dafür  waren  besondere
Vorschriften zu beachten. Der Boden musste komplett ausgetauscht werden, was erhebliche Kosten verursachte. Da das Bestattungswesen in Benstrup durch die Nähe des Friedhofs zur Kirche immer in kirchlicher Trägerschaft war, sah die kommunale Verwaltung keinen Anlass, größere finanzielle Mittel für die Erweiterung zur Verfügung zu stellen. Daher entschied der Kirchenausschuss,  für  die  Realisierung  des  Vorhabens  eine  Haussammlung  durchzuführen.
Die Dorfbewohner wurden mit einem Anschreiben über den Plan der Erweiterung, die anfallenden Kosten und deren Finanzierung informiert.
Die Spendensammlung erbrachte die erfreuliche Summe von ca. 12.000 Euro. Die Gesamtkosten  der  Friedhofserweiterung  -  lt.  Endabrechnung in Höhe von ca. 32.000 Euro - waren somit durch die erfolgreiche  Spendenaktion, durch die Zuschüsse der Stadt Löningen und die noch vorhandenen Gelder aus einer früheren Sammlung gedeckt.
Durch die Spenden der Dorfgemeinschaft wurde  gewährleistet,  dass  der  Friedhof  in  kirchlicher  Trägerschaft  bleibt.  Dadurch wird ein Neuerwerb  der  Grabstellen  nach  25  Jahren –  wie  in  vielen  kommunalen  Friedhöfen  –  für
die Inhaber nicht erforderlich. Im Frühjahr 2003 wurden  die  Arbeiten  an  der  Erweiterung  des Friedhofs  abgeschlossen.  Da  vorerst  nur  die Hälfte  des  Grundstücks  benötigt  wurde,  legte man auf dem restlichen Teil Rasenflächen an.
Die Begrünung des Areals durch Hecken und Grünanlagen trägt zur Verschönerung des Kirchenumfeldes bei.